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„Fahrrad fahren kann ich zwar ganz gut. Ich habe mich aber nie wirklich getraut, auf der Straße zu fahren. Ich kannte die Regeln nicht. In Eritrea ist das nicht so wichtig. Da ist auch nicht so viel Verkehr.

Jetzt traue ich mich auch, mal bis in die Stadt zu fahren“, so die Aussage eines BKSN-Schülers aus der IK15a, eine von drei Internationalen Klassen am Berufskolleg an der Kapelle. Unter dem Motto: „Integration durch Mobilität“ fand nicht nur deshalb unter der Organisation der beiden IK-Klassenlehrerinnen Franziska Sobieraj und Carina Herr am 23. und 24. Juni 2016 ein Verkehrserziehungsprojekt für die Internationalen Klassen des Berufskolleg Schloß Neuhaus statt. Schirmherr des Projekts ist die Bürgerstiftung Paderborn, die durch eine Fahrradsammelaktion Flüchtlingen die Möglichkeit bietet, sich in Deutschland auch verkehrstechnisch besser zu integrieren. Zunächst mussten die Schülerinnen und Schüler im Vorfeld fleißig Vokabeln zu den Themen Fahrrad, Verkehr und Erste Hilfe erlernen.

Darüber hinaus wurden Verkehrssituationen nach-gestellt, um Regeln und Verkehrsschilder überhaupt verstehen zu können. Reinhard Schnitz von der Polizeidienststelle Paderborn startete an den beiden oben genannten Tagen mit einer Festigung der Verkehrsregeln und -schilder. Anschließend erarbeiteten die finanziell vom schuleigenen Förderverein unterstützten drei Internationalen BKSN-Klassen die Sachverhalte „Erste Hilfe“, „Praktisches Fahren“ und „Fahrradreparatur“. Die Radstation Paderborn unterstützte derweil den praktischen Workshop-Teil von Reinhard Schnitz mit wertvollen Tipps zur Fahrradreparatur. BKSN-Lehrer Markus Stralla gab Infos zum Thema "Erste Hilfe" an die jungen Menschen weiter.

Am Ende des Workshops konnten die drei Klassen ihr Wissen in einer Rallye überprüfen, welche die theoretischen und praktischen Elemente des Workshops aufgriff. „Der Weg ist das Ziel“. Durch eine schuleigene und vom BKSN-Lehrer Volker Pässler unterstützte Aktion, bei der gebrauchte Fahrräder zunehmend den Weg in die Schule finden und verkehrssicher gemacht werden, sind die nächsten Schritte für ein weiteres Fahrüben und damit auch für eine nachhaltige Integration der Schülerinnen und Schüler gemacht.

Infos von Franziska Sobieraj und Carina Herr

Lean Production, 5-S Methode, Kanban System, Inselfertigung...

Diese Begriffe kennen die Fachschüler vom BKSN bereits aus dem BWL-Unterricht. In der Produktion der Holter Regelarmaturen GmbH & Co. KG in Schloß Holte-Stukenbrock konnten sich die Fachschüler nun davon überzeugen, dass diese Instrumente der modernen Produktionswirtschaft in der Praxis auch in einer solchen Vielfalt umgesetzt werden und waren sichtlich beeindruckt.

"Das müsste sich mein Chef mal anschauen" und "das ist sehr beeindruckend" waren zwei von vielen verblüfften Kommentaren. Zwar arbeitet nur ein kleiner Teil der Fachschüler/innen in der industriellen Produktion, doch sind Themen wie Prozessoptimierung, Transparenz und Mitarbeiterorientierung heutzutage universell und aktueller denn je. Die angehenden Führungskräfte haben von der Betriebsbesichtigung sehr profitiert und fühlen sich für ihre künftigen Aufgaben inspiriert.

Danke an das HORA-Team.

Infos von Lucia Westhoff

Auszubildende können nach dem Berufsbildungsgesetz Teile der Ausbildung als organisierte Lernaufenthalte im Ausland absolvieren. Eine finanzielle Förderung wird durch das erasmus - Projekt „Fit für Europa“ ermöglicht, das von der EU-Geschäftsstelle Wirtschaft und Berufsbildung bei der Bezirksregierung Detmold verwaltet wird.

Diese Chance nutzten drei Auszubildende des Berufskollegs Schloss Neuhaus: Juliet Hardes (Kanzlei Kröger & Rehmann) und Carina Lötfering (Kanzlei Dr. Auffenberg & Partner) absol-vieren beide eine Ausbildung zur Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten. Sie arbeiteten drei Wochen in der Kanzlei Hengeler Mueller in London. Auch Moritz Nauber, Auszubildender zum Kaufmann für Büromanagement bei der gpdm mbH, war bei der Suche nach einem Praktikumsplatz bei der Sprachschule TLC in Denia (Spanien) erfolgreich.

Alle Auszubildenden schauten nach entsprechender Vorbereitung ihrem Auslandsaufenthalt vor der Abreise mit etwas gemischten Gefühlen entgegen und hofften, die Herausforderungen allein auf sich gestellt gut bewältigen zu können. Während des Praktikums ist eine Lernaufgabe zu bearbeiten und in einem Abschlussbericht zu dokumentieren.

Wieder Zuhause ist der Tenor eindeutig: „Das war eine besondere und tolle Zeit, die ich nicht missen möchte!“, „Es war sehr interessant, den Arbeitsalltag mit seinen Besonderheiten in einem anderen Land zu erleben. Man bekommt Kontakt zu den Landsleuten. Das ist etwas ganz anderes als dort Urlaub zu machen.“, „Ich bin froh, dass ich das gemacht habe!“

Neben der Verbesserung der Sprachkenntnisse stehen bei diesen Auslandsaufenthalten vor allem die persönliche Weiterentwicklung und das Sammeln internationaler Erfahrung im Vorder-grund, um nach der Ausbildung auf dem Arbeitsmarkt möglichst gute Voraussetzungen zu haben.

Informationen zum Bewerbungsverfahren für die finanzielle Förderung solcher Auslandsaufenthalte gibt es auf www.fit-fuer-europa.de.

Infos von Bettina Klüner

Es sollte ein Kurzfilm werden, so lautete der Projektauftrag der GI 14a im Fach Soziologie. Ein Kurzfilm über die Lebenswelt junger Menschen im Dritten Reich, über ihre Erfahrungen mit Ausgrenzung und Indoktrination. Gedreht werden sollte an einem Wochenende auf der Wewelsburg in Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte Wewelsburg, unserem Kooperationspartner. Es wurde ein Kurzfilm von acht Minuten. Aber der Prozess von der Entwicklung der Filmidee, der Entstehung des Drehbuches über den Filmdreh bis zum Filmschnitt dauerte ein halbes Schuljahr. Nicht nur Engagement, sondern auch Geduld und Hartnäckigkeit wurden den Schülerinnen und Schülern abverlangt – etwa z. B. wenn während des Drehs laute Besucherstimmen eine Unterbrechung erzwangen bis es erneut hieß: Klappe 9, Take 27. Neben diesen konkreten Erfahrungen mit dem Medium „Film“ ist es aber v. a. eine Erkenntnis, die die Kursteilnehmer mitgenommen haben: „Menschen auszugrenzen – egal nach welchen willkürlich gewählten Kriterien, egal wo und zu welcher Zeit – das geht gar nicht.“

Und hier geht es zum Film: http://tinyurl.com/FilmSoziologiekurs

Soziologiekurs GI14a

Arthur Maile hat das Berufskolleg Schloß Neuhaus bei einem Poetry-Slam in der Paderborner Kulturwerkstatt würdig vertreten. Als Gewinner des diesjährigen „Sprich-Dich-aus“-Poetry-Slam-Workshop trat er am vergangenen Dienstag beim Wettbewerb der Schulen gegen fünf weiteren Gewinner aus anderen Schulen Paderborns sowie aus Horn an. Neben dem Berufskolleg Schloß Neuhaus waren das Gymnasium Horn, die Heinrich-Nixdorf-Gesamtschule und das Reismann- sowie das Pelizäus-Gymnasium vertreten.

Dem Publikum, im Kleinkunstsaal gab es keinen einzigen leeren Platz mehr, wurde ein breites Spektrum von Vorträgen zu ganz unterschiedlichen Themen geboten. So gab es u.a. den engagierten Aufruf, lieber auch mal eine Niederlage in Kauf zu nehmen, anstatt Gefahr zu laufen, später bereuen zu müssen, dass man vieles gar nicht erst gewagt hat. In einem anderen Text erfuhr man in ironisch pointierter Form etwas über die Tücken eines Hundetrainings, die sich nur mit Hilfe von sündhaft teuren Leckerlis bewältigen ließen. Arthur Maile präsentierte einen mit Bibelzitaten gespickten Text zum Thema Macht, der zwar nicht mit dem Sieg, aber mit der einzigen „10“ als höchste Jurywertung belohnt wurde. Wir gratulieren!

Lust auch mal bei einem Slam dabei zu sein?

Die ehemaligen Teilnehmer diesjährigen „Sprich-Dich-aus-Workshop“ haben im September 2016 die Gelegenheit, noch einmal im Rahmen der Paderborner Poetry Slam Schulmeisterschaften auf die Bühne gehen. Veranstaltungsort wird wieder die Kulturwerkstatt. sein. Der ursprünglich geplante Termin (der 7. Juni 2016) dieser Veranstaltung musste aus organisatorischen Gründen verschoben werden.

Infos von Dörte Kahl.

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