Verortung der eigenen Werte. Das Verhältnis von Mehrheit und Minderheit in Demokratien. Merkmale von Populismus und "alternativen Fakten". Und nicht zuletzt die Wirksamkeit vermeintlich einfacher Lösungen für komplexe politische Probleme - das Aufkommen des Rechtspopulismus in ganz Europa und weiteren Teilen der Welt wirft viele Fragen auf. Nicht zuletzt die, wie wir in Zukunft leben wollen.

Das Forum Jugend und Politik, eine Arbeitslinie der Politischen Akademie der Friedrich-Ebert-Stiftung, die Angebote zur Jugendpolitik macht, hat entsprechend versucht zwei Klassen der Höheren Berufsfachschule dabei zu helfen, Antworten auf diese Fragen zu finden. Das Programm „Rechtspopulismus in Europa“ macht anhand von interaktiven Modulen zu den Themen Demokratie und Populismus grundlegende Erkenntnisse über Sinn und Zweck der liberalen Demokratie und die potentiellen Gefahren des Rechtspopulismus erkennbar und erfahrbar.

Herzstück der zweitägigen Veranstaltung war das Planspiel "Wer ist das Volk - Populisten an der Macht". Hierbei erlebten die teilnehmenden Schüler, wie eine neu gewählte rechtspopulistische Regierung versucht, gesellschaftliche und politische Schalthebel umzulegen, um so schnell wie möglich all ihre Wahlversprechen verwirklichen zu können. „Vielleicht sollte ich mir über solche Sachverhalte häufiger Gedanken machen“, meinte die 18jährige Schülerin Irina. Und BSKN-Lehrer Karsten Floren, der das Programm an das Neuhäuser Berufskolleg holte, war sich sicher: „Der Ausgang eines solches Planspiels ist nicht vorhersehbar, aber alleine die Diskussion zur Auswertung hat den einen oder anderen Schüler sicherlich für das Thema sensibilisiert.“

Am Ende erarbeiteten die Gruppe gemeinsam konkrete Handlungsfelder und -möglichkeiten, wodurch sie selbst einen kleinen Betrag dazu leisten kann, dass wir in Deutschland auch weiterhin eine lebendige Zivilgesellschaft haben. Das passende Schlusswort der BKSN-Schülerin Emilie „Nicht meckern, sondern engagieren!“

 

Infos von Karsten Floren und Marco Cirrincione.

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